Selbstbau Lautsprecherkabel

Im heutigen Artikel geht es, wie die Überschrift schon vermuten lässt, um mein selbstgebautes Lautsprecherkabel. Auch hier hätte ich kaufen können, aber mich hat einfach ein Bauvorschlag aus dem Internet gejuckt und so hab ich mich an einer etwas abgewandelten Interpretation versucht….

Auch hier gilt (wie im Artikel zum Selbstbau Cinchkabel) : Der Grund, warum ich mir Cinch- und Lautsprecherkabel selber gebaut habe, ist einfach der Spaß am Basteln. Ob es nun besser / schlechter / anders klingt als die unzähligen handelsüblichen Kabel für Lautsprecher und Cinch muss jeder selber „erhören“. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, bin aber mit dem Kabel rundum zufrieden (von der Steifigkeit mal abgesehen)

Die Grundidee stammt von der alt-eingesessenen Internet-Seite TNT-Audio, welche sich neben diversen Reviews und Tweakingartikeln auch mit Selbstbaukabeln aller Art (Cinch, Lautsprecher, Strom…) befasst.

Ausgangsbasis : DIY Lautsprecherkabel „Tripple-T“ von TNT-Audio

Ausgangsbasis war das „Tripple-T“ von besagter Internet-Seite. Die Grundlage vom dem Tripple-T und meinen LS-Kabel ist die gleiche, nämlich geflochtene Netzwerkkabel. Da ich aber kein Bi-Amping nutze, konnte ich es bei 3 Leitungen pro Lautsprecher belassen.

Für ca 2x4m Lautsprecherkabel werden folgende Einzelteile benötigt :

  • 6x 5m Netzwerkleitung (CAT ist egal) , zB 2x 15m CAT 5e und dann in 6 gleich lange Stücke schneiden
  • 4x Bananenstecker (oder was man für den Anschluss am Lautsprecher / Verstärker nutzen möchte) – meine Wahl waren Bananenstecker von Dynavox, welche einen wirklich guten Kontakt herstellen (sitzen schön stramm)
Das war schon alles, was benötigt wird. Da mir die Optik des Kabels aber auch wichtig ist, habe ich noch folgende Sachen geordert :
  • Geflechtschlauch, damit man dem Kabel die Herkunft aus der Welt der Netzwerktechnik sofort ansieht. Ich habe pro 4m Kabel ca 6m Schlauch benötigt.
    Achtung! Vorher nachschauen, ob der Geflechtschlauch mit der dicke des geflochtenen Lautsprecherkabels harmoniert. Sicherheitshalber beim Verkäufer nachfragen.
  • Schrumpfschlauch in unterschiedlichen Durchmessern, damit alles ordentlich aussieht
  • Zwei Splitter, die optisch sauber den „Gartenschlauch“ in Plus und Minus Signal aufteilen.

Aufbau des Selbstbau-Lautsprecherkabels

Nicht schwer, alles wichtige wird ja bereits auf TNT-Audio gesagt.

  • Als erstes werden jeweils 3 5m Leitungsenden in alter Zopf-Tradition miteinander verflochten. Wer eine Schwester hat, weiß wie es geht….und wer es nicht weiß, sollte mal die Mutter fragen 😉
  • Danach werden die Enden auf ca 15cm abisoliert. Man hat nun pro Leitung 4 paarweise verdrillte Leitungen (daher der Name „twisted pair“). Das Schirmgeflecht / Alufolie kann komplett entfernt werden, der Schirm wird nicht benötigt.
  • Jetzt werden die verdrillten Adernpaare aufgemacht. Bei meinem Kabel wurde jedes Adernpaar mit einem weißen und einem farbigen Kabel gebildet. Nachdem ich alle 12 Adernpaare „entdreht“ hatte (pro Seite 3 Cat 5e Kabel á 4 verdrillte Litzenpaare) habe ich alle weißen Litzen miteinander verdrillt und auch alle farbigen Litzen miteinander verdrillt. (Verwirrt? Dieses Foto sollte es deutlicher machen).
  • Das Ganze muss nun an beiden Kabeln an jeweils beiden Enden durchgeführt werden. Der Rohbau ist nun fertig und sollte mit einem Durchgangsprüfer / Ohmmeter / Digitalmultimeter durchgemessen werden. Gibt es keinen Kurzschluss können die verdrillten Enden miteinander verlötet werden.
  • Wer mit der Optik so leben kann, muss noch die Bananenstecker anbringen (-> das Kabel konfektionieren) und los gehts mit dem Musik-Genuss. Aber die obligatorische Kabel-Einbrennzeit nicht vergessen 😉
  • Ich habe für eine gefälligere Optik das Kabel noch mit oben erwähnten Geflechtschlauch, Schrumpfschlauch und Splitter versehen….

Und so schaut mein Ergebnis aus :

Natürlich tut es auch ein normales 2,5mm² Kupferkabel oder verflochtene 1mm² Schaltlitze (so wie es Udo Wohlgemuth auch macht und propagiert). Ich persönlich mag aber den Wasserschlauch-Look und von daher muss das auch so 🙂

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