Optimieren der Raumakustik (1) – Die Ausstattung

Heute möchte ich eine kleine Artikelserie beginnen, welche in unregelmäßigen Abständen weitergeführt wird und von der Optimierung der Wiedergabe meiner Abhörkette bzw Raumakustik meines Wohnzimmers handelt.

.Anmerkung: Diese Artikelreihe behandelt meine Vorgehensweise auf dem Weg zum besseren Klang und Hifi-Genuss. Dabei muss es sich nicht um den optimalen Weg handeln und ich werde aus dem Thema auch keine Wissenschaft machen – „Try & Error“ heißt die Devise.

Nachdem meine Hifi-Anlage nun komplett ist (und bis auf den Subwoofer alles ersetzt wurde) geht es jetzt an die Optimierung der Wiedergabe, wobei sich dieses Vorhaben in drei Abschnitte aufteilen lässt :

  1. Optimale Aufstellung der Satelliten sowie des Subwoofers
  2. Optimierung des Zusammenspiels Subwoofer / Satelliten (Phase, Pegel) sowie die Einstellung des Soundprozessors (DSP) vom Subwoofer
  3. Optimierung der Raumakustik und ggf. Einsatz von Akustik-Elementen

Optimieren der Lautsprecherwiedergabe und der Raumakustik (1) – Die Ausstattung : Meßmikrofon, Software und Kleinkram

Während ich für den ersten Punkt auf meiner ToDo Liste noch keinerlei Messequipment benötige, wird spätestens für Punkt 2 und 3 ein Messmikrofon samt Software fällig. Da ich keine Unsummen in Mikrofon + Software investieren wollte, musste eine gut+günstig Lösung her. Nach etwas Internet-Recherche wurde ich auch fündig….

1) Hardware – Messmikrofon MicW i436

Man darf sich von der Optik und dem kompakten Äußeren des 99€ teuren Mikros nicht täuschen lassen. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Spielzeug entpuppt sich als vollwertiges Messmikrofon aus dem Hause MicW. Der chinesische Hersteller weiss was er macht, produziert er doch Messmikrofone seit 1989.
Die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau und rechtfertigt den auf den ersten Blick doch recht hohen Preis für „nur“ ein Mikrofon.
Das Mikrofon wird einfach in das iDevice (bei mir ein iPad mini) eingesteckt.

Das Mikrofon mit Kugelcharakteristik ist optimiert für den Einsatz am iPhone / iPad / iPod. Dazu muss gesagt werden, das die Mikrofoneingänge der aktuellen mobilen iDevices von Apple über einen sehr linearen Frequenzgang verfügen. Auch der Frequenzgang des Mikrofons ist fast schnurgerade, erst im Hochtonbereich kommt es zu einer Pegelerhöhung, welche mit der passenden Software aber kompensiert werden kann.

2) Software – Analyzer

Die Analyzer iOS App aus dem Hause DSP Mobile für rd. 14€ bietet alles, was ich für die akustische Messung der Lautsprecher / des Raumes benötige. Darüber hinaus kann als InApp Kauf auch ein Profil für das i436 Mikrofon erworben werden (8,99€) , welches den leichten Frequenzgangbuckel des Messmikrofons egalisiert.
Bei der Software handelt es sich um eine Universal-App, welche auf dem iPad sowie dem iPhone/iPod läuft.

Auf der Homepage des Herstellers gibt es ein kleines PDF, welches den Einsatz von Analyzer und dem MicW i436 veranschaulicht.

3) Zubehör

Da das Mikrofon auf dem Hörplatz in Ohrhöhe betrieben werden soll muss es abgesetzt auf einem Stativ betrieben werden. Dazu benötige ich

  • eine 2m Verlängerung 3,5mm Klinkenstecker 4polig sowie
  • einen kleinen selbstgebauten Halter aus Alu, welcher die Verbindung Mikrofon – Stativ herstellt

4) Testtöne

Akustische Messungen der Lautsprecher bzw. des Raumes können natürlich nicht mit Musikmaterial erfolgen, von daher wird ein sog. „Rosa Rauschen“ benötigt. Die Analyzer-App bietet zwar einen internen Rauschgenerator, da mein M-DAC aber nicht über einen analogen Eingang verfügt, wird das Rauschsignal digital via MacBook zugespielt.
Tipp : Rosa Rauschen als Datei in hoher Auflösung (bis 192kHz) kann hier runtergeladen werden.

Natürlich hätte ich mir für die ca. 130Euro auch ein Mikrofon für das MacBook sowie passende Software kaufen können. Da ich aber mit dem iPad/iPhone maximale Flexibilität habe (und die Software bereits auf das Mikrofon bzw den Mikroeingang des iDevices kalibriert ist) sind recht genaue Ergebnisse garantiert.
Sicher: besser geht immer, will aber auch entsprechend bezahlt werden.

Im kommenden Teil 2 der Artikelserie geht um die optimale Aufstellung der Adam Artist 5 – stay tuned!

 

Bisher erschienene Teile zum Thema Raumakustik :

Teil 1 – Die Ausstattung
Teil 2 – Raumakustikelemente im Eigenbau

2 Gedanken zu “Optimieren der Raumakustik (1) – Die Ausstattung

  1. Hey Daniel habe bisher immer sehr gerne deine Artikel gelesen und wollte mal fragen ob du diesen Artikel noch irgendwann weiterführst ?

    • Moin Jonas,
      es freut mich, das dir meine Artikel gefallen. Im Bereich Hifi hat sich einiges bei mir getan (Verschiebung mehr nach HomeCinema sowie persönliche Veränderungen und ein Umzug) Im neuen Heim ist aktuell eine Optimierung der Raumakustik nicht angemacht….
      ABER : Den 2. Teil habe ich gerade veröffentlicht (der lag seit dem 14.11.2013 (!) „auf Halde“), ist zu schade um ihn verstauben zu lassen und nach wie vor hat sich an der Thematik ja nichts geändert… Viel Spaß beim lesen und ggf. nachbauen 🙂

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