Test : Bluetooth Audio Receiver von inakustik

In der heutigen Zeit hat das Smartphone/Tablet so gut wie entgültig den klassischen MP3 Spieler vom Markt verdrängt, ich kenne keinen mehr, der seine Musik noch von einem „reinrassigen“ Musikplayer im Alltag hört und viele Nutzer haben so ihre eigene Lieblinglingsmusik immer und überall dabei.

Was aber tun, wenn man auch zu Hause (also auf der heimischen Stereoanlage) die Musik vom Smartphone/Tablet hören möchte? Eine Möglichkeit ist sicherlich, die Anlage über den Kopfhörerausgang des Smartphones/Tablet anzuschließen, aber diese Lösung ist a) klanglich ein mieser Kompromiss und b) muss sich das Smartphone in Kabellänge zur Anlage befinden.

Es wär doch viel angenehmer die Daten digital & drahtlos vom bequemen Sofa aus zur Hifi Anlage senden zu können – und hier kommt der Bluetooth Audio Receiver von der Firma inakustik (bekannt u.a. durch hochwertige Hifi Kabel) ins Spiel.

inakustik Bluetooth Audio Receiver

Durch diesen Adapter kann jedes Bluetooth fähige Handy (quasi jedes moderne Smartphone bzw Tablet) die Musik digital zum Receiver schicken – von dem unscheinbar kleinem Kasten geht es dann analog oder per optischen Digitalausgang zur Hifianlage. Die Frage ist nur – lohnt die Anschaffung?

Der Lieferumfang des Gerätes ist schnell aufgeführt:

  • Bluetooth Audio Receiver
  • Steckernetzteil
  • Anleitung (Faltblatt)

Der Adapter selber fällt in seinen Abmessungen (76mm x 70mm x 20mm) sehr kompakt aus, das Gewicht (56g) ist nicht weiter erwähnenswert, die Oberfläche ist matt schwarz bzw verfügt über eine Hochglanzoptik (Oberseite)

Technische Daten

Der Bluetooth Empfänger kommt mit interessanten technischen Daten daher. Neben der Unterstützung vom Bluetooth Standart (Version 3) wird der aptX Audiocodec sowie A2DP und SBC unterstützt. inakustik verspricht eine Reichweite von 10m (Sichtlinie, dh ohne Mauerwerk/Hindernisse zwischen Smartphone und Empfänger).
Weitere Technische Daten finden sich auf der Produktseite zum Audio Receiver.

Anschlüsse

Die Anschlüsse sind ebenfalls schnell aufgezählt. Neben dem Anschluss für die Stromversorgung gibt es einen analogen Audioausgang (3,5mm Stereoklinkenstecker) sowie einen optischen Digitalausgang. Den wiederrum finde ich sehr gut, denn man ist nicht auf den internen D/A Wandler des Audio Receivers angewiesen sondern kann damit auch ohne Qualitätsverluste das drahtlos übertragene Musiksignal in den digitalen Eingang seines Verstärkers oder (wie in meinem Fall) externen D/A Wandlers einspeisen.

Eine einzelne Status-LED an der Frontseite signalisiert den Arbeitszustand des Gerätes.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme geht schnell vonstatten und soll hier nicht weiter erklärt werden. Die Kopplung über Bluetooth klappte bei mir reibungslos (iPhone 5 und iPad mini), der Code (0000) wurde nicht benötigt.
Gut zu wissen : Der Empfänger kann sich bis zu 8 Bluetooth IDs merken, was gerade bei Familien mit mehreren mobilen (und Bluetooth fähigen) Endgeräten eine feine Sache ist.

Tip : Bei der erstmaligen Kopplung nicht zu weit vom Receiver entfernt sein, sonst kann es zu Problemen kommen. Einmal gekoppelt kann man sich jedoch beruhigt vom inakustik Empfänger entfernen.

Klang

Als erstes testete ich den Klang über den analogen Ausgang der kleinen Box bzw dessen eingebauten D/A Wandler.

Der integrierte D/A Wandler erzeugt kein Eigenrauschen, wenn kein Musiksignal anliegt (oder die Wiedergabe pausiert wird) sind die Lautsprecher „tot“. Die räumliche Staffelung ist gut und auch der Klang weiß zu überzeugen.

Als nächstes wurde der Empfänger via meines externen DAC (über den Digitalausgang) mit meiner Hifi Anlage verbunden. Als erstes fällt auf, das der Analog-Ausgang der kleinen Box deutlich lauter spielt (höherer Pegel) als der Digitalausgang. Nach mehrmaligen Vergleichshören (und Umschalten) zwischen dem Analog- und dem Digitalausgang stellte sich für meine Ohren eine leicht bessere Wiedergabe (es klang noch einen tick räumlicher und „runder“) über den externen DAC heraus, der interne DAC des Receivers schlug sich jedoch sehr wacker.

Achja : Als Quellmaterial kam unterschiedliche Musik (MP3, 320kbps) zum Einsatz. Die Klangbeurteilung (Räumlichkeit, Natürlichkeit) führte ich mit dem mir sehr vertrauten und in meinen Augen sehr gut aufgenommenen Album „Tracy Chapman“ von (Überraschung!) Tracy Chapman durch.

Probleme

Die Nutzung des Digitalausgangs brachte aber auch einen deutlichen Makel ans Tageslicht – wenn kein Lied gespielt wurde, war immer wieder in kurzen Abständen ein Spratzeln/Rauschen über die Lautsprecher hörbar.

Es stellte sich heraus, das dieses „spratzeln“ auch auftritt, wenn kein Gerät mit dem Receiver über Bluetooth gekoppelt ist. Ein Blick auf die Status-LEDs des DAC zeigte, das der DAC ohne Musiksignal nicht auf das Signal des Receivers einrastet („locked“ LED blieb dunkel). Sobald ein Musiksignal anliegt, geht die „locked“ LED sofort an und die Wiedergabe ist einwandfrei.

Wer ist schuld? Gute Frage, mangels Zweit-DAC kann ich es nicht sagen, auf jeden Fall haut die Synchronisierung zwischen DAC und Receiver bei „Digital 0“ (also keinem Musiksignal) nicht hin.
Ich kann jedoch sicher sagen, das diese Störungen über keine andere Digitalverbindung, welche vom DAC gewandelt wird (AppleTV, Fernseher, CD-Spieler und MacBook Pro) auftreten…

Diese Störungen sind aber wie gesagt nur bei der Nutzung des optischen Digitalausgangs und beim Ende bzw Pause der Wiedergabe hörbar und nicht während der Musikwiedergabe. Der analoge Audioausgangs arbeitet störungsfrei.

Fazit

Wer seine Musiksammlung auf dem Smartphone/Tablet schnell und einfach über die heimische Anlage wiedergeben will, bekommt mit dem Bluetooth Audio Receiver eine Gerät, welches eine wirklich gute Audioqualität bei akzeptablen Preis bietet.
Wer die kleine Blackbox mit dem optischen Ausgang mit einem DAC / dem Verstärker verbinden will sollte vorher testen, ob die oben genannten Probleme auch auftreten.

PS : Ich konnte mich während der Musikwiedergabe mit dem Smartphone in der Hand/Hosentasche frei in meiner Wohnung bewegen, ohne das die Verbindung abriss – die 10m Reichweite sind also mehr als realistisch….

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.